Beispiel: Lärmbekämpfung mithilfe von Lärm: Phasenverschobene
Schallwellen der zu bekämpfenden Frequenzen werden
zum teilweise Löschen des Turbinenlärms eingesetzt.
Der Dreckeffekt: Eine chemische
Reaktion gelingt nur unter grossem Aufwand. Eines Tages
geht sie unerwartet perfekt, viel schneller, energiesparender,
effizienter, alle staunen. Man forscht nach. Man kommt
drauf, das Staub im Kolben war, der die Reaktion beschleunigt.
Das ist ein "Dreckeffekt".
"Dreckeffekt" nennt
man einen kleinen, nicht geplanten oder planbaren Einfluss,
z.B eine Verunreinigung in der chemischen Reaktion, der
ein Experiment oder einen Effekt erst ermoeglicht, und
man sich eigentlich nicht ganz erklaeren kann, warum.
Was
für den einen ein Dreckeffekt ist, kann für
einen anderen eine geniale Anregung zu einer neuen Entdeckung
sein.
Beispiel: Penicillin. Eigentlich wollte
der Wissenschaftler Alexander Fleming im September 1928
Bakterien züchten.
Doch er hatte unsauber gearbeitet und außer Bakterien
wuchs auch ein Schimmelpilz auf der Petrischale. Das
Experiment war missglückt, aber bevor Fleming die
Schale wegschmiss, sah er sie sich genau an: Rund um
die Schimmelpilze wuchsen keine Bakterien. "That
is funny" soll
der wortkarge Schotte gesagt haben - und hat damit eine
Revolution in der Medizin eingeleitet. |